aktuellesELEKTRA - 750 PS Vergangenheitsüberwältigung
Münchner Volkstheater 
premiere: 26.02.2026

Bonni & Kleid - wenn man nicht bezahlt, was hat man dann verdient?

Junges Schauspielhaus Hamburg 
premiere: 08.05.2025

P*RN
Deutsches Theater Berlin 
premiere: 20.01.2024


premieren
Oersoep (a passion for the 21st century)
NITE Groningen
premiere: 24.10.2026


bio










Sofie Boiten studierte Theaterwissenschaft an der Universität von Amsterdam und Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Als freie Dramaturgin arbeitet sie mit verschiedenen Regisseur*innen in sowohl den Niederlanden als auch in Deutschland zusammen.

Eine enge künstlerische Zusammenarbeit verknüpft sie besonders mit dem Regisseur Lorenz Nolting. Als Team konzipieren, schreiben und realisieren sie verschiedene Arbeiten und waren u.a. am Theater Osnabrück, dem Thalia Theater Hamburg und dem Münchner Volkstheater tätig. Ihre Arbeit Kohlhaas (Glück der Erde, Rücken der Pferde) wurde zum Radikal Jung Festival 2025 eingeladen.



kontaktsofieboiten@outlook.com
+49 15566393381

Sofie Boiten
dramaturgie & text









arbeiten



ELEKTRA - 750 PS Vergangenheitsüberwältigung
Nolting/Boiten frei nach Sophokles   
Münchner Volkstheater (2026)
Agamemnon ist tot. Der gefeierte Kriegsheld wird gleich nach seiner Heimkehr von seiner Frau Klytaimnestra und ihrem neuen Liebhaber Aigisthos aus Rache für die Opferung der gemeinsamen Tochter Iphigenie ermordet. Die Geschwister Elektra und Orestes schwören daraufhin, ihrerseits Vergeltung für den heimtückischen Mord am geliebten Vater zu üben.
Der Familienfluch ewiger Rache spinnt sich unerbittlich weiter und weiter – bis hinein in die deutsche Gegenwart. Denn in dieser radikalen Überschreibung richtet sich Elektras Wut nicht länger auf die düstere Vergangenheit der eigenen Familie, sondern auf die belastete Familiengeschichte einer der reichsten Unternehmerdynastien Deutschlands: der Familie Quandt, deren Wohlstand nicht zuletzt auf der jahrelangen Ausbeutung von NS-Zwangsarbeiter*innen durch ihre Vorfahren beruht.

Der antike Rachekomplex wird auf ein aktuelles Schuldgefüge angewendet und wirft so zentrale Fragen auf: Wie geht eine nachfolgende Generation mit dem Erbe großer Schuld um? Was bedeutet Verantwortung inmitten kollektiver Verdrängung? Und wie kann Widerstand oder Gerechtigkeit aussehen – auch jenseits archaischer Gewalt und göttlicher Ordnung?
Mit Liv Stapelfeldt, Marlene Markt, Max Poerting, Steffen Link und Genet Zegay
Regie Lorenz Nolting
Dramaturgie Sofie Boiten, Leon Frisch
Bühne Nadin Schumacher
Kostüme Lea Jansen
Musik Alexander Zwick
Lichtdesign Anja Sekulic
Regieassistenz Josephine Hacke und Dominik Poczta
Ausstattungsassistenz Ellen Schäfer
Ausstattungshospitanz Hannah Riedel








fotos: Gabi Neeb